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Die Christuskirche   Die Kirche St. Konrad
Die Christuskirche  liegt auf der Gaensheide in Stuttgarter Halbhoehenlage. Sie ist weithin sichtbar.

In den Jahren 1954 bis 1956 wurde diese Kirche zusammen mit dem angrenzenden Gemeindehaus erbaut. Vor dieser Zeit gab es dort einen 1914 erstellten Betsaal, der 1943 zerstoert wurde.

Die Gemeinde (heute 1.700 Mitglieder) gehoerte vor 1930 zur Stiftskirche. In diesem Jahr wurde sie selbstaendig und mit einer Pfarrstelle ausgestattet. Sie ist vergleichsweise jung. Die Plastik des in den Himmel auffahrenden Christus ist einzigartig in Stuttgart. Sie wurde 1963 von der Bildhauerin Ruth Speidel geschaffen.

Das Gemeindehaus - neu erbaut im Jahr 2017 - mit eigenem Seniorenbereich ist Treffpunkt für verschiedenste Gruppen und Kreise, die im Rahmen des Gemeindelebens sehr selbstaendig arbeiten. In der Naehe der Kirche haben der Wuerttembergische Evangelische Oberkirchenrat und das Diakonische Werk Deutschland ihren Sitz.

In der Gemeinde gehoert der mit St. Konrad gemeinsame oekumenische Chor  (gegruendet im September 1973) und der Martinsmarkt im Herbst zu den Besonderheiten. Theologische und historische Vortraege haben ebenfalls ihren festen Platz im Gemeindeleben.

Die St. Konrad-Kirche liegt nicht weit von der Christuskirche entfernt.  Luftlinie gerade 375 m, am oestlichen Rand des Stuttgarter Talkessels, in Halbhoehenlage. Auch sie ist weit sichtbar und man hat von ihr einen herrlichen Blick auf die Innenstadt mit all seinen Sehenswuerdigkeiten.

Auf dem von Konrad Miller gestifteten Gelaende wurde zunaechst das Konrad-Miller-Haus mit der Konrads-Kapelle gebaut. Diese Kapelle gehoerte zur heutigen Domkirche St. Eberhard.

Erst in den Jahren vor 1967 wurde dann die Kirche St. Konrad gebaut und im April 1967 durch Bischof Carl Joseph Leiprecht geweiht.

Im Jahr 1968 richtete man in der Kirche ein Franziskaner-Niederlassung ein. Im Juni 1969 wird St. Konrad zur Stadtpfarrei erhoben und die neue Orgel geweiht. Fast alle Pfarrer der Gemeinde gehoerten dem Franziskaner-Orden an.

1974 feierte die Slowenische Gemeinde ihren ersten Gottesdienst in St. Konrad. 1979 werden die Wendelin Matt-Bronzeplastiken von Bischof Konrad und Franz von Assisi vorgestellt und geweiht.

1990 verabschiedeten sich die Franziskaner nach 22 Jahren von St. Konrad. 

 

 

Beide Kirchen liegen ganz in der Naehe der Villa Reitzenstein,
in der heute der Sitz des Ministerpraesidenten, der Landesregierung von Baden-Wuerttemberg und des Staatsministeriums ist.

Die Gaensheide wurde 1530 erstmals in einem Lagerbuch erwaehnt. Hoch ueber den Weinbergen von Gablenberg war sie bis 1764 eine oede, wasserlose Hochflaeche. Zahlreiche "Staeffele" fuehren in die Innenstadt - z.B. die Suenderstaffel.

Einige Persoenlichkeiten haben das kulturelle Leben in Stuttgart und damit auch auf der Gaensheide mit gepraegt.
Ihre Namen kann man noch heute auf den Straßenschildern lesen.

Beispiele:
Dichter Philipp Friedrich Hiller (1699-1769), Dichter CH. Fuerchtegott Gellert (1715-1769), Oberhofprediger Praelat D.K. Gerok (1815-1890)
Oberhofprediger Dr. K. Grueneisen (1802-1878), Hofrat F.W.  Hacklaender (1816-1877), Geheimrat Friedrich v. Payer (1847-1931)
Prof. f. Politik Dr. Albert Schaeffle (1831-1903), Dr. Karl Planck (1819-1880),Prof. d. Geologie Dr. Oscar Fraas (1824-1897)
Staatsminsiter Dr. J. v. Pischek (1843-1916)

Auf der Gaensheide steht noch die Villa Bosch in einem herrlichen Park.
Robert Bosch ließ diese Villa hier im klassizistischen Landhausstil erbauen.